PRESSESTIMMEN

„ff - Südtiroler Wochenmagazin“ vom 7. Februar 2008:
„Schauspieler Günther Götsch hat sich die Latte einigermaßen hoch gelegt. Doch seine Stegreifdarstellung weist auch dank der Hilfe von Regisseur Alfred Meschnigg keine Schwächen auf. Im Gegenteil: Mit Bravour und in beeindruckendem Sauseschritt wechselt Götsch zwischen Erzählerebene und Darstellerebene hin und her und setzt dabei Mimik, Gestik und Körpersprache so ausdrucksstark ein, dass die leere Bühne plötzlich voller Bilder ist. Bei aller Wortgewalt und Komik bleibt immerhin noch Platz für Nuancen. Fürwahr eine gelungene Einmannshow.“ (Markus Larcher)

„Dolomiten“ vom 18. Jänner 2008:
„Die rasanten Wortkaskaden und imaginären Bilderwelten bändigt der Schauspieler Günther Götsch in Lana mit Wendigkeit und Präzision. Er ist zugleich Tiger und Dompteur der Fo-Farce. Locker entwirft er Umgebungen, zielt treffsicher auf Bilder, Typen und Figuren, und artikuliert mit jedem Wort-Ort die Beweglichkeit der lachenden Sprache von Dario Fo. Er hat die Schwierigkeit, eine Geschichte zugleich zu erzählen und darzustellen, meisterhaft im Griff.
Die „Geschichte einer Tigerin“ stellte für Götsch seit jeher einen Prüfstein dar, nun hat er ihn unterhaltsam und mühelos übersprungen. Der weiche und wilde Günther Götsch macht den Tigertext ganz sanft und stark, allerdings haben er und sein scharfsinnig entwerfender Regisseur Alfred Meschnigg die Aggressivität der Komödie am Schluss des Stückes etwas schmuddelig naiv belassen - eine Entscheidung für die leichte Komödie, und wenn man genau hinschaut, kann man wie im Kabarett Luis Durnwalder als Chinesen erkennen.“ (Lukas Bertagnolli)

„Z am Sonntag“ vom 20. Jänner 2008:
„Günther Götsch gelingen packende Momente, nachdem die Exposition sich einmal entwickelt, die Aufschneiderei sich in Episoden angekündigt hat und zur augenzwinkernden Komödie auswächst. Da beweist er seine Fähigkeiten, indem er nicht nur fesselnd erzählt, sondern das Erzählte auch plastisch vergegenwärtigt, als Tigerin brüllt und schimpft, als ihr Junges maunzt, Figuren und Situationen mit wenigen Strichen skizziert. Besonders die atemberaubende Zusammenfassung der Geschichte, die einerseits die Zuhörerschaft nicht langweilen, andererseits die Bravour des Interpreten endgültig unter Beweis stellen soll, gehört zu den Höhepunkten der Darbietung.“ 
(Edith Moroder)

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Zum Inhalt
Vor dem Hintergrund der Großen Chinesischen Revolution erzählt Dario Fo die schier unglaubliche Geschichte vom Soldaten, der schwer verwundet die Tigerin und ihr Junges trifft, von ihr gerettet, sprich mit Milch genährt wird, und sich mit ihr arrangiert. Dem Soldaten gelingt die Flucht aus der gemeinsamen Höhle, die Tiger folgen ihm bis ihn sein Dorf. Mit Hilfe der Raubkatzen widersetzen sich die Dorfbewohner tierisch mutig gegen Feinde von außen wie auch gegen die selbstgefällige Parteibürokratie.

Tiger (in diesem Stück die Tigerin und ihr Junges) haben in China eine klare allegorische Bedeutung: Von einer Frau, einem Mann, oder einem Volk sagt man, sie haben den Tiger, wenn sie gerade dann durchhalten und Widerstand leisten, wenn in einer schwierigen Situation alle anderen fliehen, sich verstecken, weglaufen, den Kampf aufgeben und kaputtgehen. Denn, wenn all diejenigen, die panikartig geflüchtet sind, wieder Mut gefasst haben und zurückkehren, dann muss jemand da sein, der für sie das Feuer am Leben gehalten hat – für einen neuen Anfang.

Zur Inszenierung - Theater der Phantasie im leeren Raum
Alfred Meschniggs Inszenierung begibt sich mit viel Witz auf Spurensuche nach den Fragen um Leben, Liebe und Tod. Günther Götsch schlüpft in alle Rollen der Geschichte einer Tigerin und wird alle komödiantischen Möglichkeiten der Pantomime, der Clownerie und des Märchenerzählens ausschöpfen, um einen Abend voll Spannung, Spaß und Poesie auf die Bühne zu zaubern. Theater pur, ohne Bühnenbild, ohne Requisiten, nur die ureigenen Mittel des Schauspielers: Körper, Stimme und Herz. Die scheinbar vergessene Kunst des Erzählens erblüht aufs Neue: pralles, freches, zärtliches Erzähltheater.

Erfolgreiches Zweiergespann Götsch – Meschnigg
Den Schauspieler Günther Götsch und  Regisseur Alfred Meschnigg verbindet mittlerweile eine beinahe 15-jährige künstlerische Freundschaft. Dem Lananer Publikum sind Theaterabende wie „Außer Kontrolle“, „Diener zweier Herren“, „Die Wirtin“, „Der Messias“ und nicht zuletzt das eindrucksvolle Passionsspiel in bester Erinnerung geblieben. Jetzt haben sich die beiden an das fulminante Ein-Mann-Stück „Geschichte einer Tigerin“ von Dario Fo herangewagt.

Günther Götsch stammt aus Lana, arbeitet als freier Schauspieler, Sprecher und Journalist. Verschiedenste Engagements im In- und Ausland, u.a. Vereinigte Bühnen Bozen, Freilichtspiele Lana, Tiroler Volksschauspiele Telfs, Theater in der Altstadt Meran, Carambolage Bozen. Zu seinen wichtigsten Rollen zählen: Lennie in „Von Mäusen und Menschen“, Erik Larsen in „Enigma“, Edgar in „König Lear“, Valmont in „Gefährliche Liebschaften“, Salieri in „Amadeus“ und Truffaldino in „Diener zweier Herren“. Für die Braunsbergbühne Lana inszenierte er zwei Mitterer-Stücke: „Kein Platz für Idioten“ und „Besuchszeit“. Seit 2006 ist Götsch auch künstlerischer Leiter der Freilichtspiele Lana.  

Alfred Meschnigg kommt aus Villach, ist Regisseur, Theaterwissenschafter, gründete die Studiobühne sowie das Theaterfestival „Spectrum“ in Villach, leitete Erstere 14 Jahre lang, das Festival 13 Mal biennal. Zahlreiche Inszenierungen in Österreich, Deutschland und Schweden säumen seinen Weg – in Südtirol sind es mittlerweile zwölf geworden: in Bozen, Innichen, Bruneck und Lana. Von 1995 bis 1997 half er als künstlerischer Leiter der Vereinigten Bühnen Bozen mit, den Grundstein für das nunmehr professionelle Theater zu legen. Der künstlerische Weg wurde vor allem durch jeweils monatelange Hospitanzen bei Giorgio Strehler am Piccolo Teatro in Mailand und Peter Hall am National Theater in London geprägt. 



Geschichte einer Tigerin
von Dario Fo ein komödiantisches Solo
mit Günther Götsch

Regie: Alfred Meschnigg


Das Stück kommt mit wenig
Aufwand aus und kann bequem an beliebigen Orten  gespielt werden. Gerne kommt Günther Götsch in Form eines Gastspieles zu Ihnen! 
Geeignet für Bibliotheken, Kleinkunsttheater, Schulen, Freilichttheater, Festivals usw.


bisherige Aufführungen in:
- Lana, Raiffeisenhaus
- Meran, Theater in der Altstadt
- Bruneck, Stadttheater
- Brixen, Anreiterkeller „Gruppe Dekadenz“
- St. Christina, Bibliothek „Tresl Gruber“
- Holzhausen (A), Lange Nacht des Theaters
- Tscherms, Labyrinthgarten Kränzel
- Kastelbell-Tschars, Schloss Kastelbell
- Girlan, Lange Nacht des Theaters





Foto © Paul Peter Gasser
„Ich kam mir vor wie in Shanghai am Fließband. Ich sauge, sauge, noch eine Zitze, inzwischen hatte ich einen Wanst wie ein schwangerer Buddha!“
                aus Geschichte einer Tigerin